Regelkunde

 
   
   

Fußballregeln


Regel 1: Das Spielfeld

Regel 2: Der Ball
Regel 3: Die Zahl der Spieler
Regel 4: Die Ausrüstung der Spieler
Regel 5: Der Schiedsrichter
Regel 6: Die Schiedsrichterassistenten
Regel 7: Die Dauer des Spieles
Regel 8: Der Spielbeginn
Regel 9: Der Ball in und aus dem Spiel
Regel 10: Wie ein Tor erzielt wird
Regel 11: Abseits
Regel 12: Verbotenes Spiel und unsportliches Betragen
Regel 13: Der Freistoß
Regel 14: Der Strafstoß
Regel 15: Der Einwurf
Regel 16: Der Abstoß
Regel 17: Der Eckstoß
Schüsse von der Strafstoßmarke
Der vierte Offizielle
Die technische Zone
Richtlinien für die Zusammenarbeit SR - SRA
Durchführungsbestimmungen zum Feldverweis auf Zeit
Richtlinien für Hallenfußball
Erläuterungen zu den Hallenregeln

Regel 1: Das Spielfeld

Ausmaß

Das Spielfeld muss rechtwinklig sein. Die Länge der Seitenlinien muss in jedem Falle die Länge der Torlinien übertreffen.

Länge mindestens 90 m
  höchstens 120 m
Breite mindestens 45 m
  höchstens 90 m


Länderspiele

Länge mindestens 100 m
  höchstens 110 m
Breite mindestens 64 m
  höchstens 75 m


Abgrenzung

Das Spielfeld wird mit Linien abgegrenzt. Die Linien gehören zu den Räumen, die sie begrenzen.

Die beiden längeren Begrenzungslinien heißen Seitenlinien, die beiden kürzeren Torlinien.

Alle Linien dürfen höchstens 12 cm breit sein.

Die Mittellinie teilt das Spielfeld in zwei Hälften. Auf ihr ist die Mitte des Spielfeldes einzuzeichnen, um diese herum ist ein Kreis mit einem Radius von 9,15 m zu ziehen.


Der Torraum

Ein Torraum wird an beiden Torlinien folgendermaßen eingezeichnet:

Rechtwinklig zu jeder Torlinie sind im Abstand von 5,50 m von der Innenkante der Torpfosten zwei Linien zu ziehen. Diese Linien müssen sich 5,50 m in das Spielfeld hinein erstrecken und durch eine zur Torlinie parallele Linie miteinander verbunden werden. Der von diesen Linien und der Torlinie umschlossene Raum wird Torraum genannt.

 


Der Strafraum

Ein Strafraum wird an beiden Torlinien folgendermaßen eingezeichnet:

Rechtwinklig zu jeder Torlinie sind im Abstand von 16,50 m von der Innenkante der Torpfosten zwei Linien zu ziehen. Diese Linien müssen sich 16,50 m in das Spielfeld hinein erstrecken und durch eine zur Torlinie parallele Linie miteinander verbunden werden. Der von diesen Linien und der Torlinie umschlossene Raum wird Strafraum genannt.

In jedem Strafraum, 11 m vom Mittelpunkt der Torlinie zwischen den Pfosten und gleichweit von beiden Pfosten entfernt, ist die Strafstoßmarke als sichtbares Zeichen anzubringen. Von jeder Strafstoßmarke aus ist ein Teilkreis mit 9,15 m Radius außerhalb des Strafraumes zu ziehen.


Fahnenstangen

An jeder Ecke wird eine Fahne an einer Stange, die nicht unter 1,50 m hoch und oben nicht spitz sein darf, angebracht.

Eine solche Fahnenstange kann an der Mittellinie auf jeder Seite des Spielfeldes aufgestellt werden, jedoch soll sie außerhalb des Spielfeldes und mindestens 1 m von der Seitenlinie entfernt stehen.


Der Eckraum

Um jede Eckfahne ist ein Viertelkreis mit 1 m Radius im Spielfeld zu ziehen.


Die Tore

In der Mitte jeder Torlinie sind die Tore aufzustellen.

Sie bestehen aus zwei senkrechten Pfosten, die in gleichem Abstand zu den Eckfahnen stehen und durch eine Querlatte verbunden sind.

Der Abstand zwischen den Innenkanten der Pfosten beträgt 7,32 m. Die Unterkante der Querlatte ist 2,44 m vom Boden entfernt.

Die Torpfosten und die Querlatte dürfen höchstens 12 cm breit und tief sein. Alle müssen das gleiche Format haben.

Die Torlinie muss dieselbe Breite wie Torpfosten und Querlatte haben.

Netze können an den Pfosten, an der Querlatte und am Boden hinter den Toren befestigt sein. Sie sollen in geeigneter Weise abgestützt und so angebracht sein, dass dem Torwart genügend Spielraum verbleibt.

Pfosten und Querlatten müssen weiß sein.


Sicherheit

Die Tore müssen fest im Boden verankert sein. Tragbare Tore dürfen nur verwendet werden, wenn sie diesen Anforderungen entsprechen.


Spielunterlage

Spiele können in Übereinstimmung mit den Wettbewerbstimmungen auf einer natürlichen oder künstlichen Unterlage ausgetragen werden.

 

Entscheidungen des International Football Association Board

  1. Falls die Querlatte verschoben wird oder bricht, ist das Spiel zu unterbrechen, bis sie repariert oder wieder in die richtige Lage gebracht ist. Das Spiel ist abzubrechen, wenn dies nicht möglich ist. Die Verwendung eines Seiles anstelle der Querlatte ist nicht zulässig. Nach der Reparatur wird das Spiel mit einem Schiedsrichter-Ball an der Stelle wieder aufgenommen, wo sich der Ball bei der Unterbrechung befunden hatte.*)
  2. Die Torpfosten und Querlatten müssen aus Holz, Metall oder einem anderen genehmigten Material bestehen. Torpfosten und Querlatten können quadratisch, rechteckig, rund, halbrund oder elliptisch sein und dürfen die Spieler in keiner Weise gefährden.
  3. Auf dem Spielfeld und seiner Ausstattung, einschließlich der Tornetze und dem von ihnen umschlossenen Raum, ist jede Art von Werbung, konkrete oder virtuelle, untersagt. Dies gilt für die Zeiträume vom Betreten des Feldes zu Beginn des Spieles bis zur Halbzeitpause und nach der Pause bis zum Spielende. Insbesondere dürfen die Tornetze, Eckstangen und -fahnen sowie Torpfosten nicht mit Werbung versehen sein. Ebenso wenig dürfen daran Gegenstände angebracht werden, die keinen direkten Zusammenhang mit dem Spiel haben (Kameras, Mikrofone, etc.).
  4. In der technischen Zone oder innerhalb von einem Meter der Grundlinie sowie außerhalb des Spielfeldes am Boden ist keine Werbung zulässig. Zudem ist in der Zone zwischen der Torlinie und den Tornetzen keine Werbung zulässig.
  5. Das konkrete oder virtuelle Abbilden des Logos oder Emblems der FIFA, einer Konföderation, eines Nationalverbandes, einer Liga, eines Vereins oder einer anderen Körperschaft auf dem Spielfeldrasen und seiner Ausstattung einschließlich der Tornetze und dem von ihnen umschlossenen Raum ist während des in Entscheidung 3) genannten Zeitraumes verboten.
  6. Außerhalb des Spielfelds, 9,15 Meter von dem Viertelkreis an der Eckfahne entfernt und rechtwinklig zur Torlinie, kann eine Markierung angebracht werden, die die Einhaltung der vorgeschriebenen Distanz bei der Ausführung eines Eckstoßes sicherstellt.
  7. Werden Pflichtspiele zwischen Auswahlteams der FIFA-Mitgliedsverbände oder Spiele internationaler Klubwettbewerbe auf einer künstlichen Unterlage ausgetragen, so muss diese den Anforderungen des FIFA-Qualitätskonzepts für Kunstrasen oder des Labels "International Artificial Turf Standard" entsprechen, soweit keine Ausnahmegenehmigung seitens der FIFA vorliegt.
  8. Besteht eine Technische Zone, muss diese die vom International F.A. Board verabschiedeten Anforderungen erfüllen, die in den Spielregeln aufgeführt sind.

 

Anweisungen des DFB

  1. Die übliche Größe des Spielfeldes ist: Länge 105 m, Breite 68-70 m.
  2. Der Platzverein ist für die richtige Zeichnung des Spielfeldes sowie den ordnungsgemäßen Aufbau der Tore, ihre zuverlässige Befestigung und ihren unbeschädigten Zustand verantwortlich.
  3. Die Linien müssen vor dem Spiel gut sichtbar aufgezeichnet sein.
  4. Der Schiedsrichter prüft einige Zeit vor Spielbeginn das Spielfeld und den Platzaufbau, um sich davon zu überzeugen, dass alles in Ordnung ist. Sollte die Beschaffenheit des Platzes infolge schlechten Wetters oder Nachlässigkeit so sein, dass den Spielern Gefahr droht oder eine ordnungsgemäße Durchführung des Spieles nicht gewährleistet ist, so hat der Schiedsrichter den Platzverein aufzufordern, die Mängel zu beseitigen. Ist dies innerhalb einer angemessenen Frist nicht möglich, so fällt das Spiel aus.
  5. Ist die Zeichnung des Spielfeldes wegen Schneefalls nicht mehr erkennbar, sind zusätzlich acht Hilfsflaggen zur Kennzeichnung der Strafräume einen Meter außerhalb der Begrenzungslinien aufzustellen. Stehen keine Hilfsflaggen zur Verfügung, sind auch sogenannte "Hütchen" zugelassen.
  6. Es ist dem Torhüter nicht gestattet, mit seinem Fuß Markierungen auf dem Spielfeld anzubringen. Auch ein anderer Spieler darf dies nicht für ihn tun. Bemerkt dies der Schiedsrichter während des Spieles, soll er die Begegnung nicht unterbrechen, nur um den fehlbaren Spieler durch Zeigen der gelben Karte zu verwarnen. Die Ahndung dieses unsportlichen Verhaltens muss erst geschehen, wenn das Spiel ruht. Stellt der Schiedsrichter die Verfehlung jedoch vor Beginn der Partie fest, soll er den schuldigen Spieler unverzüglich verwarnen.
  7. Während der Halbzeitpause dürfen Veränderungen am Spielfeld (z.B. Einbringen von Sand vor dem Tor) nur mit Zustimmung des Schiedsrichters vorgenommen werden.
  8. Es sind möglichst Fahnen in lebhafter Farbe zu verwenden, Torpfosten und Querlatte dürfen nicht weniger als 10 cm und höchstens 12 cm breit und tief sein.
  9. Die natürliche Silberfarbe bei Toren aus Metall ist zulässig.
  10. Die Spielfelder sollen über eine Sicherheitszone von mindestens 1 m an der Längsseite und von mindestens 2 m an der Querseite verfügen. Für den Spielbetrieb auf DFB-Ebene gelten Sonderregelungen, die in den Durchführungsbestimmungen für die Bundesspiele festgehalten sind (Fotografenlinie hinter den Toren 5,50 m und seitlich von den Torpfosten bis zu den Eckfahnen 2 m Abstand zur Torlinie). Für den Spielbetrieb der Lizenzligen gelten zusätzlich Abstände für Mannschaftsbänke und Platzordner 5 m von der Seitenlinie sowie eine Absperrung des Innenraums von mindestens 2 m Höhe.
  11. Ein Spiel unter Flutlicht darf frühestens 30 Minuten nach Ausfall der Beleuchtung abgebrochen werden. Kann der Schaden innerhalb dieser Zeit behoben werden, so wird das Spiel nach Instandsetzung der Beleuchtungsanlage fortgesetzt. Kann ein Schaden an der Flutlichtanlage nur teilweise behoben werden, entscheidet der Schiedsrichter über die Fortsetzung oder den Abbruch des Spiels.

Regel 2: Der Ball

Qualität und Maß

Der Ball ist regelgerecht, wenn er

  • kugelförmig ist,
  • aus Leder oder einem anderen geeigneten Material gefertigt ist,
  • einen Umfang zwischen mindestens 68 und höchstens 70 cm hat,
  • zu Spielbeginn mindestens 410 und höchstens 450 Gramm wiegt und
  • sein Druck 0,6-1,1 Atmosphären beträgt, was 600-1100 g/qcm auf Meereshöhe entspricht.


Austausch eines beschädigten Balles

Wenn der Ball im Verlauf des Spieles platzt oder beschädigt wird,

  • muss das Spiel unterbrochen und
  • mit einem Schiedsrichterball an der Stelle fortgesetzt werden, wo der ursprüngliche Spielball beschädigt wurde.*)

Wenn der Ball platzt oder beschädigt wird, während er vor einem Anstoß, Abstoß, Eckstoß, Freistoß, Strafstoß oder Einwurf noch nicht im Spiel ist,

  • wird das Spiel entsprechend der Regel fortgesetzt.

Der Ball darf während des Spiels nur mit Genehmigung des Schiedsrichters ausgewechselt werden.


Entscheidungen des International Football Association Board

  1. In Wettbewerbsspielen dürfen nur Bälle verwendet werden, die den in Regel 2 festgehaltenen Mindestanforderungen genügen.

    In Spielen bei FIFA-Wettbewerben oder bei von den Konföderationen organisierten Wettbewerben dürfen nur Fußbälle verwendet werden, die eine der folgenden drei Bezeichnungen tragen:
  • das offizielle Logo "FIFA APPROVED" oder
  • das offizielle Logo "FIFA INSPECTED" oder
  • den Vermerk "International Matchball Standard".

    Diese Bezeichnungen auf einem Fußball bestätigen, dass er offiziell getestet wurde und zusätzlich zu den in Regel 2 aufgeführten Minimalanforderungen die spezifischen technischen Anforderungen der jeweiligen Kategorie erfüllt. Diese für jede Kategorie spezifischen zusätzlichen Anforderungen müssen vom International Football Association Board genehmigt werden. Die Testinstitute werden von der FIFA ausgewählt.

    Nationalverbände können in ihren Wettbewerben verlangen, dass ausschließlich Bälle, die eine der genannten Bezeichnungen tragen, verwendet werden.

    In allen anderen Spielen muss der verwendete Ball die Anforderungen von Regel 2 erfüllen.
  1. In Wettbewerbsspielen der FIFA oder solchen, die unter der Aufsicht einer Konföderation oder eines Nationalverbandes stattfinden, ist keinerlei Werbung auf dem Ball gestattet. Hiervon ausgenommen sind das Emblem des Wettbewerbes, des Organisators und das eingetragene Warenzeichen des Herstellers. Die Bestimmungen eines Wettbewerbes dürfen das Format und die Anzahl solcher Markierungen begrenzen.


Anweisungen des DFB

  1. Der Schiedsrichter prüft vor Spielbeginn auch die Ersatzbälle!
  2. Der Schiedsrichter muss den Spielball während der Halbzeitpause an sich nehmen. Nach Spielschluss gibt er ihn dem Platzverein zurück. Der Spielball und die notwendigen Ersatzbälle werden vom Platzverein bzw. Veranstalter bereitgestellt.
  3. Für Junioren unter 16 Jahren sollen der Ballumfang 63,5 bis 66 cm und das Ballgewicht 350 bis 390 g betragen (Ballgröße 4).


Regel 3: Die Zahl der Spieler

Spieler

Das Spiel wird von zwei Mannschaften bestritten, von denen jede höchstens elf Spieler aufweisen darf; einer von ihnen ist der Torwart. Das Spiel kann nicht beginnen, wenn eine der Mannschaften aus weniger als sieben Spielern besteht.


Offizielle Wettbewerbe

In jedem Spiel, das im Rahmen eines offiziellen Wettbewerbs unter der Zuständigkeit der FIFA, der Konföderationen oder der Nationalverbände stattfindet, dürfen bis zu drei Spieler ausgewechselt werden.

In den Wettbewerbsbestimmungen wird festgelegt, wie viele Reservespieler nominiert werden können. Es dürfen drei bis maximal sieben sein.


Andere Spiele

In anderen Spielen sind bis zu sechs Auswechslungen zulässig. (Anmerkung: Dies gilt nur für Freundschaftsspiele von Nationalmannschaften.)


Alle Spiele

Die Namen der Auswechselspieler müssen dem Schiedsrichter vor Spielbeginn bekannt gegeben werden. Andere, nicht benannte Spieler dürfen in diesem Spiel nicht eingesetzt werden.


Auswechselvorgang

Um einen Spieler durch einen Auswechselspieler ersetzen zu können, sind die nachstehenden Bedingungen zu beachten:

  • Der Schiedsrichter ist von der beabsichtigten Auswechslung vor deren Durchführung zu informieren.
  • Der Auswechselspieler soll das Spielfeld erst betreten, nachdem der zu ersetzende Spieler das Spielfeld verlassen und er ein Zeichen des Schiedsrichters erhalten hat.
  • Der Auswechselspieler soll das Spielfeld während einer Spielunterbrechung und an der Mittellinie betreten.
  • Die Auswechslung ist vollzogen, wenn der Auswechselspieler das Spielfeld betritt. In diesem Augenblick wird er zum Spieler, und der Spieler, den er ersetzt, hört auf, ein Spieler zu sein.
  • Ein Spieler, der ersetzt wurde, darf später am Spiel nicht wieder teilnehmen.
  • Alle Auswechselspieler sind der Autorität und dem Entscheidungsrecht des Schiedsrichters unterstellt, ob sie eingesetzt werden oder nicht.


Torwartwechsel

Jeder Feldspieler darf seinen Platz mit dem Torwart tauschen, vorausgesetzt

  • der Schiedsrichter ist von der beabsichtigten Auswechslung vor deren Durchführung informiert,
  • der Tausch wird in einer Spielunterbrechung vorgenommen.


Strafbestimmungen:

Wenn ein Auswechselspieler das Spielfeld ohne Genehmigung des Schiedsrichters betritt

  • wird das Spiel unterbrochen,
  • wird der Auswechselspieler durch Zeigen der gelben Karte verwarnt und aufgefordert, das Spielfeld zu verlassen,
  • wird das Spiel durch Schiedsrichterball an der Stelle wieder aufgenommen, an der sich der Ball bei der Unterbrechung befunden hatte.*)

Wenn ein Feldspieler seinen Platz mit dem Torwart tauscht, ohne dass der Schiedsrichter dies genehmigt,

  • wird das Spiel nicht unterbrochen,
  • die betreffenden Spieler werden durch Zeigen der gelben Karte verwarnt, sobald der Ball nicht mehr im Spiel ist.

Für jede andere Übertretung dieser Regel

  • werden die betreffenden Spieler durch Zeigen der gelben Karte verwarnt.


Fortsetzung des Spieles

Wenn das Spiel durch den Schiedsrichter unterbrochen wurde, um die Verwarnung auszusprechen,

  • wird es mit einem indirekten Freistoß durch einen Spieler der gegnerischen Mannschaft, an der Stelle fortgesetzt, an der sich der Ball befand, als das Spiel unterbrochen wurde.*)


Spieler oder Auswechselspieler werden des Feldes verwiesen

Ein Spieler, der vor dem Anstoß des Feldes verwiesen wurde, kann nur durch einen der gemeldeten Auswechselspieler ersetzt werden.

Ein gemeldeter Auswechselspieler, der vom Spiel ausgeschlossen wurde, gleich ob vor dem Anstoß oder nach dem Spielbeginn, darf nicht ersetzt werden.


Entscheidungen des International Football Association Board

  1. Vorbehaltlich der vorrangigen Bestimmungen von Regel 3 kann die Mindestzahl von Spielern in einer Mannschaft von den Nationalverbänden selbstständig festgelegt werden. Jedoch vertritt der International Football Association Board die Auffassung, dass ein Spiel nicht fortgesetzt werden sollte, wenn eine Mannschaft weniger als sieben Spieler aufweist.
  2. Ein Mannschafts-Offizieller darf seinen Spielern während des Spiels taktische Weisungen erteilen, und er hat danach wieder seinen Platz einzunehmen. Die Mannschafts-Offiziellen dürfen die Technische Zone nicht verlassen, falls eine solche vorgesehen ist, und müssen sich jederzeit korrekt benehmen.


Anweisungen des DFB

  1. Jeder Spieler, der nach Spielbeginn kommt, hat sich vor dem Betreten des Spielfeldes in Nähe der Mittellinie beim Schiedsrichter anzumelden und dessen zustimmendes Zeichen zum Spieleintritt abzuwarten. Es ist dem Schiedsrichter überlassen, wann er das Zeichen seines Einverständnisses gibt.
  2. Ein Spieler (auch Auswechselspieler), der ins Spielfeld eintritt oder wieder eintritt, ohne sich beim Schiedsrichter vorher anzumelden und dessen zustimmendes Zeichen abzuwarten, und außerdem eine weitere verwarnungswürdige Regelübertretung begeht (Handspiel, Festhalten eines Gegners usw.), erhält für das erste Vergehen "Gelb" und ist anschließend mit "Gelb-Rot" des Feldes zu verweisen.
    Verhindert er dabei ein Tor oder eine offensichtliche Torchance der gegnerischen Mannschaft, so wird er von einer Teilnahme am Spiel ausgeschlossen bzw. als Spieler, der sich vorübergehend außerhalb des Spielfeldes befand, des Feldes verwiesen (jeweils mit der Roten Karte).
  3. Während der Halbzeit eingewechselte Spieler gehören zum Spiel. Der Schiedsrichter soll vor Beginn der zweiten Halbzeit die Spielführer fragen, ob ausgetauscht wurde.
  4. Wer als Auswechselspieler
  • während des Spiels
  • ohne Zeichen des Schiedsrichters
  • oder unbemerkt vom Schiedsrichter

    auf das Spielfeld gekommen ist, kann dadurch nicht zum Spieler werden.
  1. Wenn der Schiedsrichter einen Spieler aus irgendeinem Grunde vom Spielfeld gewiesen hat, ist das Spiel erst fortzusetzen, wenn der Spieler das Spielfeld verlassen hat.
  2. Ein des Feldes verwiesener Spieler darf nicht auf der Ersatzbank Platz nehmen. Er hat den Innenraum zu verlassen.
  3. Ein Spieler jeder Mannschaft ist der Spielführer. Er ist der Ansprechpartner des Schiedsrichters. Obwohl er für das Benehmen seiner Mannschaft verantwortlich ist, genießt er keine Sonderrechte.
  4. Da die Platzverhältnisse um das Spielfeld herum in jedem Stadion unterschiedlich sind, soll sich der Schiedsrichter mit den Organisatoren in Verbindung setzen, um den am besten geeigneten Ort für das Aufwärmen der Auswechselspieler zu bestimmen. Dies sollte auf keinen Fall gegenüber den Schiedsrichter-Assistenten oder hinter dem gegnerischen Tor erfolgen.
  5. Bei weniger als sieben Spielern ist das Spiel auf Wunsch des Spielführers abzubrechen, wenn das Ergebnis für den Gegner lautet.
  6. Tauscht ein Torwart ohne Zustimmung des Schiedsrichters während der Halbzeit mit einem Feldspieler seinen Platz, so sind beide Spieler bei der nächsten Spielunterbrechung zu verwarnen.
  7. Ein Auswechselspieler gilt nach der Halbzeitpause als eingewechselt, wenn der Schiedsrichter darüber informiert wurde, er dem Wechsel zugestimmt hat und der Spieler sich auf dem Spielfeld befindet.


Regel 4: Die Ausrüstung der Spieler

Sicherheit

Ein Spieler darf keine Kleidungsstücke oder Ausrüstungsgegenstände tragen, die für ihn oder einen anderen Spieler gefährlich sind (einschließlich jeder Art von Schmuck).


Grundausrüstung

Die zwingend vorgeschriebene Grundausrüstung eines Spielers besteht aus

  • einem Jersey oder Hemd,
  • Shorts - werden Thermohosen getragen, muss ihre Farbe mit der Hauptfarbe der Hosen übereinstimmen,
  • Strümpfen,
  • Schienbeinschützern und
  • Fußbekleidung.


Schienbeinschützer

  • müssen von den Strümpfen vollständig bedeckt sein,
  • müssen aus einem geeigneten Material bestehen (Gummi, Plastik oder ähnlichen Substanzen),
  • müssen einen angemessenen Schutz vor Verletzungen bieten.


Torhüter

Jeder Torwart muss sich in der Farbe der Sportkleidung von den anderen Spielern, vom Schiedsrichter und dessen Assistenten unterscheiden.


Strafbestimmungen:

Bei Übertretungen dieser Regel

  • muss das Spiel nicht unterbrochen werden,
  • wird der fehlbare Spieler vom Schiedsrichter aufgefordert, das Spielfeld zu verlassen, um seine Ausrüstung in Ordnung zu bringen,
  • muss der Spieler das Spielfeld verlassen, wenn der Ball zum nächsten Mal aus dem Spiel ist, wenn er seine Ausrüstung nicht schon in Ordnung gebracht hat,
  • darf ein Spieler, der zur Korrektur seiner Ausrüstung vom Feld geschickt wurde, nur mit Zustimmung des Schiedsrichters zurückkehren,
  • hat der Schiedsrichter zu prüfen, ob die Ausrüstung nunmehr korrekt ist, bevor er seine Zustimmung zur Rückkehr auf das Spielfeld erteilt,
  • ist die Zustimmung nur möglich, wenn der Ball aus dem Spiel ist.

Wenn ein Spieler aufgefordert wurde, das Spielfeld wegen einer Übertretung dieser Regel zu verlassen, und es dann ohne Zustimmung des Schiedsrichters betritt (oder wieder betritt), wird er durch Zeigen der gelben Karte verwarnt.


Spielfortsetzung

Wenn der Schiedsrichter das Spiel unterbricht, um eine Verwarnung auszusprechen,

  • wird es mit einem indirekten Freistoß durch einen Spieler der gegnerischen Mannschaft an der Stelle fortgesetzt, wo sich der Ball bei der Unterbrechung befand.*)


Entscheidung des International Football Association Board

  1. Spieler dürfen Unterleibchen mit Slogans oder Werbeaufschriften nicht zum Vorschein bringen. Ein Spieler, der auf seinem Unterleibchen Slogans oder Werbeaufschriften zum Vorschein bringt, wird vom Organisator des Wettbewerbs mit einer Strafe belegt.
  2. Das Exekutivkomitee der FIFA hat beschlossen, dass ein Spieler, der beim Feiern eines Tores sein Trikot auszieht, zu verwarnen ist.
  3. Ein Trikot ist ein Kleidungsstück mit Ärmeln.


Anweisungen des DFB

  • Der Schiedsrichter prüft vor dem Spiel die Ausrüstung der Spieler. Wenn er Grund zu der Annahme hat, dass etwas nicht in Ordnung ist, kann er die Ausrüstung eines Spielers auch zu jeder anderen Zeit prüfen! Wenn der Schiedsrichter feststellt, dass ein Spieler Gegenstände an sich trägt, die nach den Spielregeln nicht erlaubt sind und die eine Gefahr für die anderen Spieler darstellen könnten, hat er den Spieler aufzufordern, sie zu entfernen. Wenn der Spieler der Aufforderung des Schiedsrichters nicht Folge leistet, darf er am Spiel nicht teilnehmen.
  • Vor allem bei mehrfarbiger Spielkleidung prüft der Schiedsrichter vor Spielbeginn, ob eine klare Unterscheidung während des Spiels gewährleistet ist.
  • Ein Spieler, der vom Schiedsrichter während des Spieles vom Spielfeld geschickt wurde, um Mängel an seiner Ausrüstung zu beseitigen, muss sich in der Nähe der Mittellinie beim Schiedsrichter anmelden.
  • Wenn ein Spieler gezwungen ist, einen Gipsverband zu tragen, ist der amtierende Schiedsrichter allein befugt zu entscheiden, ob dieser Verband eine Gefahr für die anderen Spieler bedeutet und ob der betreffende Spieler am Spiel teilnehmen darf oder nicht.
  • Das Spielen in normalen Schuhen ist gestattet, wenn diese keine Gefährdung für andere Spieler darstellen.
  • Das Spielen ohne Schuhe ist nicht erlaubt und mit einer Verwarnung und mit indirektem Freistoß zu ahnden. Verliert ein Spieler im Zusammenhang mit der Torerzielung einen Schuh, ist das Tor anzuerkennen.
  • Der Spielführer muss zu seiner Kennzeichnung an einem Oberarm eine Armbinde tragen.
  • Zeigt ein Spieler ein Unterziehhemd, auf dem Aufdrucke angebracht sind (Slogans, Bilder, Werbeaufschriften), so hat der Schiedsrichter dies im Spielbericht zu melden.


 
   
 
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